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Video – Ist Wassersparen bei uns wirklich sinnvoll?

Wie viel Wasser verbraucht jeder von uns wirklich?

US-Amerikaner verbrauchen um die 300 Liter täglich, der Durchschnittsdeutsche kommt mit 120 Litern aus. Das ist relativ wenig, streng genommen immer noch sechs Mal so viel was das Nötigste:

Zum Trinken, Kochen und Waschen benötigt der Mensch etwa 20 Liter, wenn man ganz sparsamdamit umgeht, reichen auch zehn. In akuten Wassermangelgebieten müssen die Menschen mit fünf Litern auskommen. Ausschlaggebend ist aber nicht der persönliche, sondern der „virtuelle“ Wasserbrauch:

Jene Wassermenge, die bei der Produktion von Produkten anfällt, die wir importieren und konsumieren. Die lassen unseren Verbrauch in schwindelerregende Höhe schnellen: 5000 Liter schlucken wir so jeder gerechnet pro Tag. Unterm Strich ist das wasserreiche Europa deshalb ein Wasserimporteur. Die Länder, die am meisten virtuelles Wasser importieren, gehören dagegen zu den wasserärmsten.

So viel Wasser steckt in:

Einem DIN-A-4-Blatt: 10 Liter
Einem Mikrochip: 32 Liter
Einem Apfel aus Südafrika: 70 Liter
Einem Paar Lederschuhe: 8000 Liter
Einer Tasse Kaffee: 150 Liter
Einer Tafel Schokolade: 1700 Liter
Einen Liter Biodiesel aus Soja: 11 400 Liter
Einem Baumwoll-T-Shirt: bis zu 4100 Liter
Einem Ei: 200 Liter
Einer Tiefkühl-Pizza: 1259 Liter
Einem Kilogramm Rindfleisch: 15 500 Liter
Einem Kilogramm Schweinefleisch: 4800 Liter
Einem Auto: 40 000 Liter

Wasser sparen im Alltag – macht das Sinn?

In Deutschland ist Wassersparen oft kontraproduktiv. Die Leitungsnetze zur Wasserversorgung sind nämlich größer als nötig. Das kommt daher, dass wir heute nicht, wie vor Jahrzehnten errechnet,mehr, sondern weniger Wasser verbrauchen – zum Beispiel durch neue wassersparende Haushaltsgeräte.

So kommt es, dass manchmal zu wenig Frischwasser durch Leitungen und Kanäle fließt, wodurch sich gefährliche Keime bilden können. Das muss vonseiten der Wasserwerke wiederum mit großen Mengen Frischwasser nachgespült werden. Unterm Strich spart man also weder Wasser noch Geld. Wer Wasser sparen will, kann das besser über einen bewussteren Konsum tun.

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