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Ist Mineralwasser besser als Leitungswasser?

Vergleich Mineralwasser – Leitungswasser

Mineralwasser- Leitungswasser – was ist besser? Warum trinken immer mehr Menschen immer weniger Wasser aus der Leitung und immer mehr Wasser aus der Flasche?

  • Ist unser Leitungswasser schlechter als Mineralwasser?
  • Wird es schlechter kontrolliert?
  • Oder ist das Marketing das Beste am Mineralwasser?

Trinkwasser Grenzwerte Leitungswasser

Tatsachen

  • 1970 trank jeder Bundesbürger ca.10 Liter Mineralwasser jährlich
  • 2006 bereits ca. 30 Liter. Tendenz steigend. (Quelle: Mineralwasserverband)

Die Mineralwasser Verordnung schreibt vor, 15 Stoffe mit unterschiedlich hohen Grenzwerten ständig zu untersuchen. Die Grenzwerte sind z. T. wesentlich höher als beim Leitungswasser.

Mineralwasser wird nur bis 12 Stunden nach seiner Abfüllung in Flaschen getestet, danach nicht mehr. Was geschieht unter Sonneneinstrahlung, Licht und langer Verweildauer in den Plastikflaschen mit eventuellen Keimen und Bakterien?

Auf wievielen Flaschen finden Sie noch den Hinweis:

„Geeignet für die Ernährung von Kleinkindern und Säuglingen.“

Kennen Sie die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung von 1980?

  • die Trinkwasserverordnung schreibt vor 55 Stoffe ständig zu prüfen
  • die EU empfiehlt mindestens 200 Stoffe ständig zu testen
  • über 2.000 Stoffe wurden im Wasser bereits nachgewiesen
  • bis zu 50.000 chemische Verbindungen sind laut Greenpeace und WHO im Wasser feststellbar
  • derzeit sind ca. 80.000 Medikamente im Umlauf

Es gibt eine Vielzahl von Fremdstoffen und Umweltgiften, die den Weg ins Trinkwasser finden können.

Wussten Sie, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Erkrankungs- bzw. Sterblichkeitsrate besteht?

Hierzu hat der französische Forscher und Hydrologe Prof. Louis-Claude Vincent in langjährigen Studien zwischen 1950 und 1974 im Auftrag der französischen Regierung bewiesen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Trinkwasserqualität der Bevölkerung bestimmter Gegenden und deren Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate besteht.

Laut Prof. Vincent liegt die Höchstgrenze für gesundes Trinkwasser bei 0,1 g Salz pro Liter bzw. 100 ppm (parts per million = Teile pro Million) TDS (total disolved solids = Gesamtmenge gelöster Festpartikel). Über diesen Wert hinaus ist Wasser nicht mehr entschlackend. 400 – 500 ppm sind Durchschnitt beim Leitungswasser, also 0,4 – 0,5 g gelöste anorganische Stoffe pro Liter. Ausführliche Informationen zu den Erkenntnissen von Prof. Louis-Claude Vincent finden sie hier.

Leitungswasser in Deutschland hat meist einen Leitwert zwischen 250 µS und 1.400 µS (Mikrosiemens). In Großstädten – wie zum Beispiel München – liegt er bei ca. 580 µS, in unseren Augen deutlich zu hoch.

Grenzwerte im Laufe der Zeit

1980 lag die Empfehlung der EWG als Grenzwert für Trinkwasser noch bei 400 µS. Heute liegt der Grenzwert nach mehreren „Anpassungen“ bei 2.500 µS. der Ohmsche Widerstand sollte mindestens 2500 sein.

Außerdem endet die Pflicht des Gesetzgebers, Wasser gemäß Trinkwasserverordnung zu liefern, nicht mehr am Zapfhahn, sondern am Hausanschluss.

Eine Grauzone in der Trinkwasserüberwachung weil die Rohre mit Stagnationswasser damit in den Bereich des Hausbesitzers fallen..

Im Klartext

Die Grenzwerte wurden vervielfacht, die Haftung des Gesetzgebers für „gutes“ Wasser aus dem Hahn dafür aber drastisch gesenkt.

Reinheit Trinkwasser